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Neuer PC-Wurm Sober.Q mit Nazi-Propaganda

Ein neuer Computerwurm mit der Bezeichnung Sober.Q hat sich auch nach dem Pfingst-Wochenende weiter verbreitet. Der Schädling überschwemmt die eMail-Postfächer von Internet-Nutzern mit böswilliger Neonazi-Propaganda. Das Ausmaß dieser Spam-Welle sei mittlerweile auch im Ausland aufgetreten, sagte der Karlsruher Computer-Viren-Experte Christoph Fischer am Dienstag, 17. Mai 2005. Der Inhalt der Mails besteht überwiegend aus rechtsradikalem und ausländerfeindlichem Gedankengut und das überwiegend in deutscher Sprache.

Computer & Technik: Schutz gegen Sober.Q

Spiegel Online geht davon aus, dass die nächste Attacke des Virus nur eine Frage der Zeit sei. In zehn Tagen werde es einen erneuten Angriff mit rechtsradikalen Mails geben. Der Computer-Wurm verfüge nämlich über eine "Update-Automatik".

Auslöser für den Angriff sind falsche WM-Mails

Der Wurm Sober.Q ist seit Sonntag Mitternacht unterwegs. Auslöser der neuen Attacke ist der bereits bekannte und weit verbreitete eMail-Wurm Sober.P, der bei der Verlosung von Tickets für die Fußball-Weltmeisterschaft in Umlauf kam. Die P-Variante hatte sich auch deshalb überraschend schnell verbreiten können, weil sie im perfekten Deutsch geschrieben wurden. Besonders gefährdet sind Computer, die bereits mit dem Wurm Sober.P, möglicherweise sogar noch immer unbemerkt, infiziert sind. Dort kann sich der neue Wurm Sober.Q nachladen und dann selbstständig Massen-Mails an Empfänger aus dem Adressbuch des Mailprogramms verschicken.

Veraltete Virensoftware ist Schuld

Betroffen sind vor allem PCs mit den Windows-Betriebssystemen 95, 98, ME, NT, 2000, XP sowie Windows Server 2003. Die größte Sicherheitslücke sei jedoch der ahnungslose Benutzer selbst, betont Fischer. "Die Situation ist eine Katastrophe." Viele Nutzer seien einfach überfordert und verwendeten zum Teil uralte Antiviren-Software, die schon längst nicht mehr auf dem aktuellen Stand sind. "Selbst wenn sich nur fünf Prozent der Leute nicht ausreichend schützen, beglücken die jetzt den Rest der Welt mit Spam." Ein Horrorszenario für alle Internetnutzer.

Bis jetzt ist noch keine Lösung für das Problem in Sicht

Wenn es eine effektive Lösung des Problems geben würde, wäre sie längst weit verbreitet, ist sich Fischer sicher. Mit "kastrierten" Zugangsrechten könne man natürlich viele Gefahren abwehren, der Rechner hätte dann aber nur noch sehr eingeschränkte Funktionalität. Viele Anwender nutzten aber oft aus Angst vor "Spionage" nicht einmal die von Microsoft zur Verfügung gestellten Sicherheits-Updates. "Microsoft hat bei vielen Nutzern einfach keinen Vertrauensvorschuss."

Quelle: dpa / Spiegel Online / spyware-info.de





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17.05.2005 : Keine Nachrichten zum Thema gefunden
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